Mythos Freitag, der 13. – alles nur Hokuspokus?

| 13.01.2017

Heute ist es wieder soweit: es ist Freitag, der 13. – manche Menschen bleiben da lieber zu Hause. Triskaidekaphobie (abergläubische Angst vor der Zahl 13) oder auch Paraskavedekatriaphobie (die Angst vor einem Freitag, den 13.). Klingen nach ernsthaften Krankheiten, oder?

Wenn wir ALLE ehrlich und selbstkritisch sind, können sich nicht viele Menschen vom Aberglauben völlig freisprechen. Manchmal ist es eben nur die Furcht vor der Zahl 13, die tief in unser Unterbewusstsein eingeprägt ist. Im Volksglauben vieler Kulturen gilt dieses Datum als Tag, an dem besonders viele Unglücke passieren. Unfallstatistiken belegen, dass sich an einem Freitag, den 13. nicht mehr Unfälle ereignen als an einem anderen Freitag, sondern sogar weniger – vielleicht, weil alle vorsichtiger sind? Im Durchschnitt fällt der 13. eines Monats alle 30 Wochen auf einen Freitag. Pro Jahr gibt es mindestens einmal und maximal dreimal diesen abergläubischen Tag. Heuer wird es nochmals den Freitag am 13. Oktober treffen. Wir haben diesen magischen Tag mal etwas unter die Lupe genommen:

Nach 12 kommt 14 – zumindest im Flugzeug

Um abergläubischen Kunden ihre Reise zu erleichtern, verzichten viele Fluglinien bewusst auf einen Gate 13 oder eine Sitzreihe 13. Auch in Hotels gibt es zum Teil keine Zimmer mit Nummer 13 oder kein 13. Stockwerk im Lift.

“Ich habe Paraskavedekatriaphobie“

Der Freitag, der 13. hat sich sogar in der Medizin etabliert. Der fast unaussprechliche Begriff „Paraskavedekatriaphobie“ beschreibt die krankhafte Angst vor diesem Tag. Viele trauen sich erst gar nicht aus dem Haus oder aus dem Bett. Die Krankmeldungen sind am Freitag, den 13. drei- bis fünfmal höher als sonst.

Freitag, der 13. – ein Glückstag

In vielen Kulturen jedoch ist die 13 eine Glückzahl, zum Beispiel in Asien, wo die 17 als Unglückszahl gilt. In der altnordischen Mytholgie ist 13 ebenfalls eine Glückszahl, sie ist das Symbol der Göttin Freya. Sie steht, ähnlich wie Venus, für Liebe, Glück, Frühling, und Fruchtbarkeit. Freya wird auch oft als Namensgeberin des Freitages genannt.

Andere Länder – andere Mythen

Doch nicht immer muss es Freitag, der 13. sein, damit an ein Unglück geglaubt wird. In vielen Ländern gelten andere Tage als Unglückstage, so zum Beispiel in China und Japan: Dort gilt die 4 als Unglückszahl, weil diese ähnlich wie das Wort für „Tod“ ausgesprochen wird. Auch in Spanien, Griechenland und Lateinamerika – mit Ausnahme Brasiliens – soll zwar ebenfalls die Zahl 13 Unglück bringen, jedoch nur, wenn sie auf einen Montag fällt. In Italien hingegen gilt Freitag, der 17. als Unglückstag.

Und falls man ganz auf Nummer sichergehen und dem Pech keine Chance geben will, hier ein paar Vorschläge, die Glück bringen sollen:

  • Glücksklee
  • Glücksschweinchen
  • Schornsteinfeger
  • Hufeisen (Öffnung nach oben)
  • Dreimal auf Holz klopfen
  • Salz über die Schulter streuen
  • Fliegenpilz
  • Marienkäfer

In diesem Sinne wünschen wir einen glücklichen Freitag, den 13. Wir gehen diesen Tag mit Gelassenheit an und stürzen uns voller Tatendrang in unser Daily Business :)

 

 

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