Welttag des Radios

| 10.02.2017

Am 13. Februar wird der Welttag des Radios gefeiert – ein Medium, das schon häufiger totgesagt wurde. Die Konkurrenz ist groß – erst war es das Fernsehen, dann das Internet. Aber noch immer erreicht das Radio weltweit sechs Milliarden Hörer täglich. Und bleibt damit das reichweitenstärkste Medium, das für die PR-Arbeit wichtig ist. Denn mit einem Beitrag, einem Interview oder einem O-Ton im Radio können nicht nur viele Menschen mit einem aktuellen Thema erreicht, sondern eine Botschaft auch emotional vermittelt werden.

Was macht das Radio so beliebt?

Ganz sicherlich die Vielfalt – denn egal ob sich jemand ausgiebig informieren oder nur Musik hören will, das Radio bietet für jede/n HörerIn etwas: Nachrichtensender punkten mit längeren Geschichten, die neben aktuellen Fakten auch die Hintergründe zu einem bestimmten Thema beleuchten können. Musik- bzw. Unterhaltungsradios werden wegen ihrer jeweiligen Musikauswahl geschätzt. Hörerinnen und Hörer schätzen zudem den Servicecharakter – Regenschirm oder Sonnenhut? Stau und Baustelle oder ungehinderte Fahrt? Das klassische Radio bietet diesen Mehrwert, den Streamingdienste bislang nicht bieten können.

 

 

Mehr als drei Stunden Radio pro Tag

Durchschnittlich hören die Österreicherinnen und Österreicher mehr als drei Stunden Radio – und das jeden Tag. Der Großteil – nämlich mehr als 75 Prozent – hört zumindest eine Viertelstunde täglich. Laut Radiotest hatten im ersten Halbjahr 2016 die ORF-Radios weiterhin die Nase vorn – mit 70 Prozent Marktanteil und einer Tagesreichweite von fast 62 Prozent. Aber auch Regionalradios sind in den vergangenen Jahren bei den Österreicherinnen und Österreicher immer beliebter geworden.

Was bringt die Zukunft?

Die Zukunft liegt im personalisierten Radio. Wen beispielsweise Sport nicht interessiert, der bekommt Alternativen angeboten. Wer gerne ausführliche Features hört, der erhält ein Programm mit Reportagen und Nachrichten. Techniker tüfteln derzeit an einem Button, mit dem nicht gewünschte Beiträge übersprungen werden können – jede/r einzelne HörerIn bekommt dann ein individualisiertes Programm. Pünktlich zu den Nachrichten zur vollen Stunde laufen die Programme dann wieder zusammen. Die Experten nennen das „Radio a la carte“. Man darf gespannt sein.

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