2026 wird kein Jahr der lauten Kampagnen – es wird ein Jahr der Einordnung, Glaubwürdigkeit und Beziehungspflege.

Während KI immer schneller Inhalte produziert, steigt paradoxerweise der Wert von dem, was nicht automatisierbar ist: echte Relevanz, journalistische Qualität und persönliche Beziehungen. Für die PR ist das kein Nachteil– im Gegenteil! Es ist Rückenwind für alles, was gut gemacht, sauber eingeordnet und glaubwürdig erzählt ist.

1. GEO statt Buzzwords

Warum wird KI für PR unverzichtbar?

Suchmaschinen verändern sich. KI-Systeme auch. Was bleibt – und sogar an Bedeutung gewinnt – ist ein zentrales Kriterium: Glaubwürdigkeit.

Wonach bewerten Generative Engines Inhalte?

Generative Engines bewerten Inhalte nicht mehr nur nach Keywords, sondern nach:

Und genau hier kommt PR ins Spiel.

Redaktionelle Berichterstattung, Fachartikel, Interviews und fundierte Meinungsbeiträge werden zur Grundlage für GEO (Generative Engine Optimization). Wer in seriösen Medien aufscheint, wird von KI-Systemen als relevant wahrgenommen – wer ausschließlich auf eigenen Kanälen kommuniziert, bleibt oft unter dem Radar.

Kurz gesagt:  PR wird zur Voraussetzung für digitale Auffindbarkeit.

Nicht, weil wir lauter werden, sondern weil Glaubwürdigkeit stärker wirkt als jeder selbstgeschriebene Werbetext.

2. Beziehungen schlagen Reichweite – auch 2026

KI kann viel. Aber sie kann keine persönlichen Kontakte aufbauen. Und genau darin liegt die Stärke guter PR – denn sie ist und bleibt auch Beziehungsarbeit.

Was sind Erfolgsträger in der PR?

Gute PR lebt vor allem von:

Ein persönliches Gespräch, ein offener Zugang, ein ehrliches „Das ist (noch) keine Geschichte“ – genau diese Momente können nur im echten Austausch entstehen und lassen sich durch keinen Algorithmus ersetzen.

2026 wird zeigen:
Wer Medien nur als Verteiler sieht, verliert.
Wer sie als Partner versteht, bleibt relevant.

Gerade in komplexen Zeiten wollen Redaktionen keine Hochglanzbotschaften, sondern klare Einordnung und valide Informationen. Unternehmen, die das liefern, und PR-Berater:innen, die das „übersetzen“, spielen weiterhin eine Rolle.

3. Echtheit ist kein Trend. Sie ist Voraussetzung.

„Authentizität“ war lange ein Buzzword.
2026 wird sie zur Eintrittskarte.

Wie kann man 2026 „echt“ kommunizieren?

Echte PR bedeutet:

Guter Journalismus funktioniert nur mit Offenheit. Und nach genau denselben Prinzipien sollte auch PR funktionieren.

Unternehmen, die bereit sind, Haltung zu zeigen, Prozesse zu erklären und auch Widersprüche auszuhalten, gewinnen Vertrauen – bei Medien, bei Stakeholdern und zunehmend auch bei KI-Systemen.

Echtheit ist kein Imagefaktor mehr. Sie ist ein Relevanzfaktor.

4. Nachhaltigkeit braucht Wirtschaftlichkeit – sonst bleibt sie Marketing

Ein Thema, das 2026 noch klarer wird:
Nachhaltigkeit ohne wirtschaftliche Substanz funktioniert nicht.

Wie geht nachhaltige Kommunikation?

Green Claims ohne Strategie werden durchschaut – von Journalist:innen genauso wie von der Öffentlichkeit. Gefragt sind:

PR kann hier eine entscheidende Rolle spielen: nicht als Schönfärber, sondern als ehrlicher Übersetzer zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Medien.

Nachhaltigkeit wird dann glaubwürdig, wenn sie:

Wenn nicht, ist der Lack bald ab.

Fazit: PR 2026 ist strategischer denn je

PR wird nicht einfacher – aber klarer.

2026 belohnt:

Für Unternehmen heißt das:
PR ist kein Nice-to-have. PR ist kein Nice-to-have mehr – sie ist die Infrastruktur für Vertrauen, Sichtbarkeit und langfristige Zukunftsfähigkeit.

Und für uns als PR-Berater:innen gilt mehr denn je: Wir sind keine Lautsprecher. Wir sind Einordner:innen.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner