Wien, 19. Mai 2026 – Pünktlich zum Start in die Fahrradsaison lädt die Landesinnung Wien der Mechatronik morgen Mittwoch, 20. Mai 2026 zum weltweit ersten Bike Check Day: In mehr als 100 Wiener Fahrradwerkstätten – zwei Drittel aller Fachbetriebe in der Stadt – haben Radler:innen die Möglichkeit, ihr Stadtrad, Rennrad oder E-Bike kostenlos überprüfen zu lassen. Ziel des Aktionstages ist es, die Verkehrssicherheit zu verbessern und gleichzeitig das Bewusstsein für regelmäßige Wartung zu stärken. Nicht zuletzt, weil E-Bikes auf dem Vormarsch sind.

Allein in Wien gibt es rund 1,2 Millionen Fahrräder, zehn Prozent aller Wege in der Stadt werden schon auf zwei Rädern zurückgelegt – Tendenz steigend. Mit intensiverer Nutzung erhöht sich auch die Unfallquote: Im Vorjahr wurden in Österreich bei Unfällen mit E-Bikes rund 13.900 Personen so schwer verletzt, dass sie im Spital behandelt werden mussten. Bei herkömmlichen Fahrrädern lag die Zahl der Verletzten sogar bei 24.500, wie die KFV-Unfalldatenbank IDB Austria zeigt.

Entsprechend hoch ist die Bedeutung von funktionstüchtigen und sicheren Rädern und genau hier setzt der Bike Check Day an: Durch professionelle Kurz-Checks können Mängel sofort erkannt und notwendige Reparaturen in die Wege geleitet werden – ein wichtiger Beitrag für mehr Sicherheit im urbanen Straßenverkehr. Am Bike Check Day können alle Interessierten dieses Angebot in mehr als 100 Fachwerkstätten wienweit kostenlos in Anspruch nehmen.

„Radfahren hat sich längst zum Wirtschaftsfaktor entwickelt – vom Verkaufsboom bis hin zu Service und Wartung. Nachdem die Fahrradtechnik immer komplexer wird, steigt auch der Bedarf an qualifizierten Fachbetrieben – beim Bike Check Day möchten wir durch kostenlose Profichecks darauf hinweisen“, betont Peter Merten, Wiener Landesinnungsmeister der Mechatronik.

„Der Bike Check Day ist eine großartige Initiative, um die Sicherheit im Radverkehr hervorzuheben. Gerade in einem viel frequentierten Bezirk wie der Inneren Stadt, in der immer mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, ist das ein wichtiges Thema“, so Bezirksrat Gregor Raidl, Verkehrsbeauftragter Wien-Innere Stadt.

Mehr als die Hälfte der verkauften Räder bereits E-Bikes

Österreichweit werden jährlich rund eine halbe Million Fahrräder verkauft – auf Wien umgelegt entspricht das in etwa 100.000 neuen Exemplaren pro Jahr, die die Straßen der Bundeshauptstadt bevölkern. Neben dem positiven Beitrag zur Mobilitätswende ist die Fahrradbranche somit auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Nicht zuletzt aufgrund der stetig zunehmenden Anzahl an E-Bikes – bereits rund 57 Prozent aller hierzulande verkauften Räder gehören in diese Kategorie, Österreich ist damit europäischer Spitzenreiter[1] – werden Reparaturen komplexer und sollten nur von Fachbetrieben durchgeführt werden. E-Bikes gehören gerade im urbanen Raum immer mehr zum Straßenbild – um diese Entwicklung weiter zu forcieren, sollten vor allem an Schnittstellen mit dem öffentlichen Verkehr die Lade- und Abstellmöglichkeiten weiter verbessert werden.

„Für die Attraktivität des Fahrradfahrens müssen auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden – mit der Förderung von E-Transporträdern, Dienstfahrrädern und Falträdern ist dies bereits gelungen und sollte weitergeführt werden“, erklärt Ulrike Haslauer, Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin der Mechatronik.

Fahrrad-Boom: Höhere Bedeutung von Service und Wartung

Die zunehmende Bedeutung des Fahrrads schlägt sich auch in aktuellen Marktentwicklungen nieder: Neben den E-Bikes nimmt insbesondere der Anteil an Gravel-Bikes (geländegängige „Rennräder“) und Kinderfahrrädern stark zu. Gleichzeitig ergibt sich eine hohe Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Service im Fachhandel.[2] Dieser Trend unterstreicht die Rolle der Fachbetriebe: Mit steigender Nutzung und technischer Komplexität erhöht sich auch der Bedarf an professioneller Wartung und Reparatur.

„Unsere Betriebe leisten einen wesentlichen Beitrag, damit die Menschen in der Stadt sicher und zuverlässig unterwegs sind – und das flächendeckend, weil die nächste Werkstätte meist nicht mehr als ein paar hundert Meter entfernt ist“, weiß Martin Klima-Sonvilla, Fahrradbeauftragter der Landesinnung Wien der Mechatronik.

Wartung und richtige Ausstattung sorgen für Radsicherheit

Die Fahrradmechatronik-Betriebe Wiens verfügen über das nötige Know-how, um sämtliche Typen – vom Stadtrad über das Rennrad bis hin zum E-Bike – fachgerecht zu warten: Ein simpler Check hilft, mögliche Sicherheitsrisiken frühzeitig zu erkennen. Gerade bei technisch anspruchsvollen Fahrrädern wie E-Bikes und immer mehr elektronischen Komponenten steigen die Anforderungen kontinuierlich.

Zu den Basics der Verkehrssicherheit gehören insbesondere funktionierende Bremsen am Vorder- und Hinterrad genauso wie ein weißes Frontlicht und ein rotes Rücklicht. Reflektoren – am besten vorne und hinten sowie in den Speichen und auf den Pedalen angebracht – sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit. Mit einem akustischen Signal wie einer Klingel können oft potenzielle Gefahrensituationen entschärft werden. Auch der Luftdruck sollte regelmäßig geprüft und die Kette gewartet werden.

„Nicht nur für längere Radtouren, sondern auch für die Fortbewegung in der Stadt ist es unumgänglich, immer die Sicherheit im Blick zu haben. Neben der regelmäßigen, professionellen Wartung der einzelnen Komponenten ist auch das Tragen eines Helms dabei das Um und Auf“, führt Ultracycling-Weltmeister und Race Across America-Gewinner Philipp Kaider aus.

Neben Wartung und richtiger Ausstattung können auch Sicherheitstrainings, beispielsweise zur richtigen E-Bike-Nutzung, oder Maßnahmen wie baulich getrennte Radwege und Kreuzungsumbauten das Sicherheitslevel erhöhen. Wie KFV-Studien zeigen, haben viele Fahrradfahrende beim Umstieg von herkömmlichen Fahrrädern auf E-Bikes häufig Probleme mit dem höheren Fahrzeuggewicht, dem anderen Bremsverhalten und auch dem höheren Tempo.

„Ganz typisch bei Unfällen mit Fahrrädern und E-Bikes ist, dass es sich beim überwiegenden Teil um Alleinunfälle handelt, bei denen also keine Kollision mit anderen Fahrzeugen oder zu Fußgehenden stattfand. Daher ist aus Sicht der Verkehrssicherheit ein gut gewartetes Fahrrad und E-Bike essentiell“, sagt Klaus Robatsch, Leiter Verkehrssicherheit beim Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

Einfach vorbeikommen und das eigene Fahrrad checken lassen

Der Bike Check Day am 20. Mai 2026 richtet sich an alle Radler:innen – unabhängig von Typ oder Alter des Fahrrads, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Unter all jenen, die ihr Rad in den teilnehmenden Wiener Betrieben überprüfen lassen, werden drei Aluminium-Mountainbikes KTM Chicago mit Scheibenbremsen und Shimano-Schaltung verlost.

Alle Details und Standorte unter bikecheckday.at

 

Über die Landesinnung Wien der Mechatronik

Die Landesinnung Wien der Mechatronik vertritt die Interessen der rund 1.700 Wiener Mechatronik-Betriebe mit mehr als 5.000 Mitarbeiter:innen. Zentrale Schwerpunkte liegen in der Aus- und Weiterbildung, der Qualitätssicherung sowie der Förderung von Innovation und Fachkräftenachwuchs. Als Teil der Wirtschaftskammer Wien unterstützt die Landesinnung ihre Mitglieder bei wirtschaftlichen, rechtlichen und fachlichen Anliegen und engagiert sich aktiv für die Zukunft der technischen Berufe in Wien.

Weitere Informationen unter mechatronik.at

 

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Presseinformation

Bilder Bike Check Day

Bild MEC-BCD-1 (v.l.n.r.): Martin Klima-Sonvilla (Fahrradbeauftragter Wiener Landesinnung Mechatronik), Peter Merten (Wiener Landesinnungsmeister Mechatronik), Ulrike Haslauer (Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin Mechatronik), Gregor Raidl (Verkehrsbeauftragter Wien-Innere Stadt) und Philipp Kaider (Ultracycling-Weltmeister und Race Across America-Gewinner) bei der Weltpremiere des Bike Check Day

Bild MEC-BCD-2 (v.l.n.r.): Philipp Kaider (Ultracycling-Weltmeister und Race Across America-Gewinner), Peter Merten (Wiener Landesinnungsmeister Mechatronik), Ulrike Haslauer (Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin Mechatronik), Martin Klima-Sonvilla (Fahrradbeauftragter Wiener Landesinnung Mechatronik) und Gregor Raidl (Verkehrsbeauftragter Wien-Innere Stadt) bei der Weltpremiere des Bike Check Day

Bild MEC-BCD-3 (v.l.n.r.): Ulrike Haslauer (Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin Mechatronik), Gregor Raidl (Verkehrsbeauftragter Wien-Innere Stadt) und Peter Merten (Wiener Landesinnungsmeister Mechatronik) bei der Weltpremiere des Bike Check Day

Bild MEC-BCD-4: Bike Check Day-Initiator Martin Klima-Sonvilla (Fahrradbeauftragter Wiener Landesinnung Mechatronik) erklärt die wichtigsten Sicherheitschecks

Bild MEC-BCD-5 (v.l.n.r.): Peter Merten (Wiener Landesinnungsmeister Mechatronik) und Ulrike Haslauer (Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin Mechatronik) lauschen den Sicherheitscheck-Erklärungen von Martin Klima-Sonvilla (Fahrradbeauftragter Wiener Landesinnung Mechatronik)

Copyrights Fotos: Landesinnung Wien Mechatronik / Walter Skokanitsch

 

Pressekontakt:

Brandenstein Communications
Marco Jäger
+43 1 319 41 01-12
+43 676 650 00 34
m.jaeger@brandensteincom.at

 

[1] ARGE Fahrrad, April 2025: https://www.vsso.at/news-events/detail/fahrradmarktzahlen2024

[2] ARGE Fahrrad, März 2026: https://www.vsso.at/news-events/detail/fahrradverkaufszahlen-2025-gravel-boom-und-starke-nachfrage-bei-kinderfahrraedern-praegen-den-markt

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