Die Neugestaltung in Villach nach Plänen des Architekturbüros Marginter Architekten ZT GmbH verbindet effiziente Produktions- und Arbeitsabläufe mit klarer Gestaltung und hohem architektonischen Anspruch

Villach, Mödling, Juni 2026 – Nach rund 2,5 Jahren Bauzeit haben die Marcher Fleischwerke, Österreichs größtes und modernstes Schlacht- und Zerlegeunternehmen, den Umbau und die Erweiterung ihres Unternehmensstandorts in Villach abgeschlossen. Die modernisierte Anlage ist bereits seit Oktober 2025 in Betrieb, im März 2026 wurden die letzten Arbeiten abgeschlossen. Für Planung und Umsetzung zeichnete das Architekturbüro Marginter Architekten aus Mödling verantwortlich: Der Bestand wurde neu strukturiert und durch Flächen erweitert und mit mehreren Baukörpern ergänzt.

Im Zuge des Projekts wurde das bestehende Werk baulich neu organisiert und die Unternehmenszentrale erweitert. Entstanden sind unter anderem eine neue rund 1.800 m² große Produktionshalle, zusätzliche Zerlegungsflächen sowie ein Bürogebäude mit rund 1.500 m² Nutzfläche auf insgesamt sechs Geschoßen. Ergänzt wird der Standort durch eine Werkskantine für 300 Personen, Schulungs- und Veranstaltungsräume sowie neu gestaltete Außenanlagen mit kleinen Grünflächen und Pocketparks – kompakten, urbanen Mini-Parkanlagen (Gartengestaltung Lena Uedl-Kerschbaumer). Das architektonische Konzept setzt auf klare Linien und organische Formen, fügt sich harmonisch in die Umgebung ein und greift im Design dezent Aspekte der Fleischbranche auf.

Architektur zwischen Funktion und Gestaltung

Ein zentrales architektonisches Element ist der neue Büroturm an der Kasernengasse. Seine Fassade zeichnet sich durch eine differenzierte Anordnung von Fensteröffnungen aus, die eine „marmorierte“ Struktur erzeugt – eine gestalterische Referenz zu einem qualitativen Merkmal in der Fleischbranche, der Marmorierung. Der Baukörper setzt sich klar und selbstbewusst von der heterogenen, gewerblich geprägten Umgebung ab. Auch in der Materialwahl zeigt sich das Spannungsfeld zwischen Robustheit und gestalterischem Anspruch: die Gebäudehülle, also die „Außenhaut“ spielt eine besondere Rolle bei diesem Projekt. Es war einerseits erforderlich, die bestehende Fassadentextur (= liegende silberfarbene Aluminiumwelle) weiterzuspielen, als auch bei addierten Bauvolumen mit Büronutzung eine gestalterische Referenz für den hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens zu liefern. Das zufällige Spiel von unterschiedlich großen Fensteröffnungen im Büroturm verstehen Marginter Architekten als Hommage an „gewachsene Natur“, die zwar ihren Regeln folgt, aber dennoch aus der Vielfalt der Zufälligkeit heraus ihre Pracht entwickelt.

Im Inneren setzt das Gebäude auf offene Strukturen, flexible Arbeitsbereiche und viel Tageslicht. Holz als dominierendes Material sorgt für eine warme Atmosphäre und bildet einen bewussten Kontrast zur funktional geprägten Produktionsumgebung.

„Beim Umbau war es unsere Aufgabe, die hohen funktionalen Anforderungen eines lebensmittelverarbeitenden Betriebs mit einem klaren architektonischen Ausdruck zu verbinden“, so Dipl.-Ing. Benedict Marginter, Architekturbüro Marginter Architekten. „Neben Themen wie Hygiene, Logistik und Effizienz ging es auch darum, die Identität der Marcher Fleischwerke als traditionsreiches österreichisches Familienunternehmen sowie das Thema Fleischverarbeitung räumlich spürbar zu inszenieren.“

Produktion und Arbeitsumfeld neu vernetzt

Das Standortkonzept folgt einem integrativen Ansatz und verbindet Produktion und Büro: Über eine zentrale Empfangslobby gelangen Mitarbeiter:innen in das Bürohaus – mit direktem Blick in die Produktionshalle. Moderne Arbeitsbereiche mit zentralen Working-Cafés auf jeder Etage, warmen Materialien wie Lärchenholzfenstern und -türen sowie gezielten Farbakzenten schaffen eine offene und angenehme Arbeitsatmosphäre. Produktionsbereiche, Verwaltung und Aufenthaltsräume sind räumlich eng miteinander verbunden.

Eine besondere Rolle spielt die neue Werkskantine im Dachgeschoss, die als zentraler Treffpunkt für die Belegschaft konzipiert ist. Großzügige Fensterflächen eröffnen Ausblicke auf die umliegende Landschaft, unter anderem zur Gerlitzen und zur Burg Landskron. Mit Platz für 300 Personen und einer gemütlichen Gasthaus-Atmosphäre bietet sie Raum für Austausch und Begegnung. Die weitgehend überdachte Außenterrasse wird mit einem zentral platzierten Altbaum zu einem überaus angenehmen Aufenthaltsbereich in Pausenzeiten.

Auch die Außenanlagen wurden neugestaltet: Ein Pocketpark sowie begrünte Aufenthaltsbereiche schaffen zusätzliche Freiräume auf dem Betriebsgelände.

„Am Standort Villach verbinden wir funktionale Lebensmittelproduktion mit moderner Architektur und zeitgemäßen Arbeitswelten. Das Architekturbüro Marginter Architekten hat unsere Anforderungen an einen effizienten Produktionsstandort mit einem klaren architektonischen Anspruch hervorragend umgesetzt – und die Qualität unserer Arbeit auch gestalterisch spürbar gemacht“, so Geschäftsführer Norbert Marcher.

Stärkung des Standorts Villach

Mit dem Umbau wurde der Standort nicht nur erweitert, sondern langfristig abgesichert und weiterentwickelt. Die Marcher Fleischwerke zählen zu den wichtigsten und größten Arbeitgebern der Region und investieren mit dem Projekt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in den Standort Kärnten.

„Die vergangenen zweieinhalb Jahre waren von intensiven Investitionen geprägt. Mit dem Umbau unserer Unternehmenszentrale in Villach schaffen wir eine starke Grundlage für die weitere Entwicklung unseres Standorts. Künftig werden wir hier noch größere Mengen verarbeiten und unsere Kapazitäten gezielt ausbauen“, so Geschäftsführer Norbert Marcher.

Im Zuge der Modernisierung wurden die Produktionskapazitäten deutlich erhöht: Künftig werden am Standort rund 100.000 Tonnen Fleisch pro Jahr verarbeitet und etwa 200 Millionen Burger-Patties produziert. Eine neue, rund 1.800 m² große Halle für Verpackung und Lagerung sowie die um 600 m² erweiterte Zerlegung unterstreichen die Bedeutung des Standorts Villach.

Ergänzend zur Produktion wurde am Betriebsstandort mit der „Fleischwerkstatt“ ein Abholmarkt integriert, der das Areal teilweise für Kund:innen öffnet und eine Schnittstelle zur Öffentlichkeit schafft.

 

Über Marcher Fleischwerke

Die Marcher Fleischwerke sind ein traditionsreiches, österreichisches Familienunternehmen, mit über 90-jähriger Firmengeschichte. 1929 gegründet, wird das Unternehmen heute in dritter Generation von Norbert, Gernot und Herfried Marcher geführt und ist in den letzten Jahren zu Österreichs größtem und modernstem Fleischunternehmen geworden. Mit einem Umsatz von über 730 Mio. Euro (2025) ist die Marcher Gruppe heute der achtgrößte österreichische Nahrungs- und Genussmittelhersteller. Ausgehend von der Firmenzentrale in Villach beschäftigt die gesamte Unternehmensgruppe an insgesamt elf Standorten österreichweit rund 1.850 Mitarbeitende. Verarbeitet werden jährlich ca. 140.000 Rinder sowie 1.000.000 Schweine, exportiert wird in 40 Länder auf vier Kontinenten.

 

Weitere Informationen unter:

https://www.marcher.at/de-at/

https://at.linkedin.com/company/marcher-fleischwerke-%C3%B6sterreich

 

Downloads:

Presseinformation

 

Bilder zum Download unter https://www.marcher.at/de-at/presse und https://www.dropbox.com/scl/fo/es866vfw1rfcrjw9k8gli/ANTO6El7XtLmrrXeU63_WCo?rlkey=8i7q1znn8qclb676tn0rey48i&st=7ynbk2e2&e=1&dl=0

 

Coypright: Kurt Hoerbst

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