DACH-Region vertieft Zusammenarbeit bei Industrie 4.0

| 24.04.2018

Nationale Industrie 4.0-Plattformen vereinbaren Kooperation, um gemeinsame Projekte zu forcieren und Synergien zu nutzen

Hannover, 24. April 2018 – Die Plattform Industrie 4.0 Österreich, die Plattform Industrie 4.0 Deutschland und die Industrie 2025 Initiative der Schweiz haben im Rahmen der diesjährigen Hannover Messe ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um die Zusammenarbeit der drei Länder in der Industrie 4.0 zu vertiefen.

„An einem Strang mit anderen Industrie 4.0 Initiativen zu ziehen ist äußerst wichtig, besonders in einem eng vernetzten Wirtschaftsraum wie der DACH-Region. Mit dem Memorandum of Understanding setzen wir einen Schritt in diese Richtung – mit dem Ziel, gemeinsame Projekte voranzutreiben und Synergieeffekte zu nutzen“, betont Kurt Hofstädter, Vorstandsvorsitzender der Plattform Industrie 4.0 Österreich.

Standardisierung, KMU, Testzentren und Best Practices im Fokus

Die drei Länder sehen sich ähnlichen Herausforderungen in der Industrie 4.0 gegenüber, daher bietet ein länderübergreifender Austausch in relevanten Themen viele Synergien. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf fünf Bereichen.

Einer davon ist die Standardisierung, denn gemeinsame Normen und Standards sind für die Wettbewerbsfähigkeit und gerade in Zusammenhang mit der digitalen Transformation der Wirtschaft zu Industrie 4.0 wesentlich und helfen Unternehmen neue Technologien zu integrieren.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind insbesondere gefordert, sich auf den digitalen Wandel vorzubereiten, daher ist ihre Unterstützung im Fokus der gemeinsamen Arbeit. Hier kann der Austausch von konkreten Praxisbeispielen („Use Cases“) den Zugang für KMU zu neuen Technologien und Prozessen in der Industrie 4.0 erleichtern. Eine wichtige Hilfestellung sind Industrie 4.0-Checks für Unternehmen: Industrie 4.0 Reifegradmodelle, wie beispielsweise jenes von der FH Oberösterreich mit dem Mechatronik Cluster entwickelte, erheben den Status quo des Digitalisierungsgrades eines Unternehmens und entwickeln strategische Handlungsoptionen.

Ein weiteres gemeinsames Projekt ist die Einrichtung eines Netzwerks von Industrie 4.0-Testzentren/Pilotfabriken in der DACH-Region. Diese sollen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen den Austausch und Zugang zu relevanten Informationen, Strukturen und Kapazitäten ermöglichen.

Auch der Austausch von Best Practice-Beispielen zu den Themen „Sicherheit vernetzter Systeme“ sowie „Digitale Kompetenzen und Qualifizierung“ sollen mit der Kooperation gefördert werden.

Bild (v.l.): Henning Banthien (Geschäftsführer der Plattform Industrie 4.0 Deutschland), Kurt Hofstädter (Vorstandsvorsitzender der Plattform Industrie 4.0 Österreich) und Robert Rudolph (Präsident der Initiative „2025 Schweiz“) haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Copyrights: Plattform Industrie 4.0 Österreich (Abdruck für PR-Zwecke honorarfrei)

 

Über die Plattform „Industrie 4.0 Österreich“

Die Initiative hat sich seit ihrer Gründung 2015 durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gemeinsam mit dem Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), dem Fachverband der Metalltechnischen Industrie (FMTI), der Bundesarbeitskammer (BAK), der Industriellenvereinigung (IV) sowie der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) zu einem etablierten Kompetenzträger zum Thema Industrie 4.0 entwickelt.

Der Verein setzt Aktivitäten, um eine dynamische Entwicklung des österreichischen Produktionssektors zu sichern, Forschung, Innovation und Qualifikation zu forcieren, zu einer qualitätsvollen Arbeitswelt sowie zu einem hohen Beschäftigungsniveau beizutragen. Das Ziel ist, die neuen technologischen Entwicklungen und Innovationen der Digitalisierung bestmöglich für Unternehmen und Beschäftigte zu nutzen und den Wandel für die Gesellschaft sozialverträglich zu gestalten.

Durch enge Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Experten, Pilotprojekten wie dem „Industrie 4.0-Check“ für Unternehmen oder Empfehlungen, z.B. zum Thema Qualifikation und Kompetenzen, wird interdisziplinäre Arbeit geleistet, um die Chancen der Digitalisierung bestmöglich und sozial verträglich in Österreich zu nutzen. Inzwischen sind 45 Institutionen aus ganz Österreich Plattformmitglied – von Industriebetrieben über Forschungseinrichtungen bis hin zu Interessenvertretungen. Weitere Informationen finden Sie unter www.plattformindustrie40.at.

 

Pressekontakt:

Verein Industrie 4.0 Österreich – die Plattform für intelligente Produktion
Jasmina Schnobrich-Cakelja
+43 1 588 39 75
jasmina.schnobrich@plattformindustrie40.at
Brandenstein Communications
Marco Jäger
+43 1 319 41 01-12
m.jaeger@brandensteincom.at

 

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