Ein Jahr BIOTECH AUSTRIA: Gewichtiger Auftritt für Innovationsbranche etabliert

| 21.12.2021
  • Heimischer Biotechnologie-Branche eine starke Stimme gegeben 
  • Bewusstsein für Biotech in der breiten Bevölkerung und bei Entscheidungsträgern geschärft
  • Mitgliederanzahl innerhalb eines Jahres verdoppelt
  • Synergieeffekte, Know-how und Netzwerke für die Branche ausgebaut

Wien, 21.12.2021. Corona und COVID-19 hat die Biotechnologie in den allgemeinen Fokus gerückt und die öffentliche Aufmerksamkeit geschärft – es wurde sichtbar, welchen wirkungsvollen Beitrag Biotech-Unternehmen für Gesellschaft und Wirtschaft leisten. Inmitten der Pandemie wurde im Dezember 2020 mit BIOTECH AUSTRIA die erste spezifische Interessensvertretung für die heimische Branche gegründet. Seitdem setzt sich der Branchenverband BIOTECH AUSTRIA dafür ein, der Biotechnologie in Österreich eine starke Stimme zu geben und diese Branche zu unterstützen. Nach einem Jahr vertrauen bereits rund 60 Mitglieder auf das gebündelte Know-how unter dem Dach von BIOTECH AUSTRIA.

Die Ziele von BIOTECH AUSTRIA sind klar definiert: 1.) eine unabhängige, eigenständige Interessensvertretung der österreichischen Biotechnologie zu etablieren, 2.) einen innovativen und finanziell starken Industriezweig innerhalb der österreichischen Wirtschaft fördern und 3.) die Bekanntheit der österreichischen Biotechnologie im In- und Ausland zu stärken.

Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung an oberster Stelle

BIOTECH AUSTRIA spielt eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die wichtigsten österreichischen Akteure der Biotechnologie zusammenzubringen. Um das regionale Biotechumfeld besser kennen zu lernen und Kontakte auszubauen, organisiert der Interessensverband mehrmals jährlich einen CEO Lunch: Im lockeren Rahmen bekommt jeweils ein Mitgliedsunternehmen eine Bühne, um sich vor einem interessierten Publikum vorzustellen; im Anschluss werden aktuelle Herausforderungen und Chancen im unternehmerischen Kontext ausgetauscht. Ein weiterer wichtiger Pfeiler in der Vernetzungsarbeit von BIOTECH AUSTRIA sind die Arbeitsgruppen, unter anderem zu den Bereichen „Kommunikation & Öffentlichkeitsarbeit“ und „Finanzen“, die sich seit der Gründung gebildet haben.

„Nach einem Jahr BIOTECH AUSTRIA können wir eine äußerst positive Bilanz ziehen. Eine gute Vernetzung der Branche ist von zentraler Bedeutung, um Wissen gleichermaßen wie Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Interessen zu bündeln, damit die heimische Biotech-Szene weiter wachsen kann. Wir können durch die Kooperation mit anderen Verbänden und Clustern Synergieeffekte nutzen und heben. Über die Landesgrenzen hinaus haben wir die Vernetzung mit anderen Biotech-Organisationen in Europa und den USA gestärkt und tragen somit dazu bei, unsere gemeinsamen Interessen und den exzellenten Innovationsstandort Österreich zu vertreten“, so Peter Llewellyn-Davies, Vorstandsvorsitzender der BIOTECH AUSTRIA.

Biotechnologie eine der wichtigsten Zukunftsbranchen

Die österreichische Biotechnologie steht für Spitzentechnologie und -forschung und gilt als attraktiver, innovativer Arbeitgeber: Über 150 dezidierte Biotech-Unternehmen mit mehr als 2.300 Mitarbeitenden investieren jährlich knapp 300 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung – das entspricht einer Forschungsquote von 70 Prozent. Zwischen 2017 und 2020 stieg die Anzahl der in der heimischen Biotechnologie Beschäftigten um ein Viertel. Grundsätzlich ist Österreich auch im universitären Umfeld in den Life Sciences gut aufgestellt, mit einem Budget von über 1,3 Mrd. Euro forschten im Vorjahr etwa 70.000 Studierende in Life Science – ein guter Nährboden für erfolgreiches Unternehmertum. Biotechnologie ist damit eine der wichtigsten Zukunftsbranchen mit hoher Wachstumsdynamik und schafft durch intensive Forschung und Entwicklung maßgebliche Innovationen.

Dr. Georg Casari, stellvertretender Vorsitzender von BIOTECH AUSTRIA, betont: „Die hervorragende Entwicklung der Österreichischen Biotechnologie-Branche wurde im vergangenen Jahr auch durch erfolgreiche Geschäftsabschlüsse unterstrichen. So schlossen Firmen unserer Branche wie Allcyte, PhagoMed oder kürzlich Origimm Verträge in Summe von mehreren hundert Millionen Euro Vertragsvolumen ab und konnten somit eine Ernte für die ausgezeichnete Forschungs- und Entwicklungsarbeit in den Biotechnologiefirmen einfahren. Parallel dazu gelang es börsennotierten, etablierten Mitgliedern der Branche wie Marinomed, Hookipa und Valneva, große Investitionen von Börsenanlegern zu bekommen, die das Ansehen dieser Firmen und das Vertrauen in die Qualität belegen. All diese Erfolge kommen der österreichischen Wirtschaft zu Gute, da dieses Geld auch wieder in die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Forschung und Entwicklung am Standort fließt.“

„Biotechnologie spielt eine immense Rolle, um die Herausforderungen der Zukunft für das Wohlergehen der Menschen zu meistern, so etwa die öffentliche Gesundheit. Sie ist ein wesentlicher Treiber für Innovationen. In der Gesundheitsversorgung hat die Corona-Pandemie dies nochmal verdeutlicht. Während es seit Jahren zum Beispiel zahlreiche Initiativen in Österreich gab, um die Pharmabranche und die Wissenschaft im Allgemeinen zu unterstützen, fehlte bis vor einem Jahr ein unabhängiger Vertreter der österreichischen Biotechnologiebranche. Mit BIOTECH AUSTRIA haben wir einen Ansprechpartner, mit dem wir auch gezielt Österreich zu einem hochattraktiven Standort für Biotechnologie stärken und weiterentwickeln können“, ergänzt Llewellyn-Davies.

Rahmenbedingungen für Unternehmen verbessern

Mit geeinter Stimme vertritt der Branchenverband auch politische Anliegen. Ganz oben steht dabei die Forderung nach verbesserten Rahmenbedingungen für Biotech-Unternehmen am Standort Österreich: Diese beinhalten neben der Erleichterung des Zugangs zu nationalen und internationalen Talenten, auch international vergleichbaren Rahmenbedingungen – von Steuern über erleichterte Mobilität für Fachkräfte bis hin zum Arbeitsrecht.

„Die Biotech-Branche ist auf ausreichende Finanzierung angewiesen. Biotech-Innovationen müssen von der Politik nicht nur mit Grundlagenforschung und der Startup Szene assoziiert, sondern auch als Wachstumsmotor durch etablierte Unternehmen anerkannt werden. Wir brauchen Freiräume für die Biotechnologie – und keine nationalen Sonderregeln! Für fortgeschrittene Unternehmen, die in der klinischen Entwicklung aktiv sind, werden Investoren gesucht. BIOTECH AUSTRIA eröffnet ihren Mitgliedern Türen für eine internationale Präsenz, um somit auch Investitionen an den Biotech-Standort Österreich zu holen“ erklärt Peter Llewellyn-Davies abschließend.

 

Über BIOTECH AUSTRIA

BIOTECH AUSTRIA ist die Interessensvertretung der heimischen Biotechnologie-Branche. In Österreich ist die Biotechnologie eine der sich am schnellsten entwickelnden Zukunftsbranchen mit hoher Wachstumsdynamik und internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Biotechnologie-Unternehmen sind ein wesentlicher Treiber von Spitzeninnovationen und zudem ein attraktiver Arbeitgeber. Unter den Gründungsmitgliedern sind zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen der österreichischen Spitzenbiotechnologie. Die Gründung des Verbands ging auf eine Initiative der Vorstände und Geschäftsführer der Unternehmen APEIRON Biologics AG, Haplogen GmbH, Hookipa Pharma GmbH und Lexogen GmbH zurück. BIOTECH AUSTRIA erweitert sein Netzwerk ständig um neue Mitglieder und Förderer, um noch mehr Expertise unter einem Dach zu versammeln; nähere Informationen unter www.biotechaustria.org.

 

Bild BIOTECH AUSTRIA-Vorstand (v.l.n.r.): Alexander Seitz (CEO Lexogen GmbH), Peter Kayatz (CEO Sola Diagnostics GmbH), Reinhard Kandera (CFO HOOKIPA Pharma Inc.), Eva Prieschl-Grassauer (CSO Marinomed Biotech AG), Peter Llewellyn-Davies (CEO und CFO APEIRON Biologics AG / CEO invIOs GmbH), Georg Casari (CEO HAPLOGEN GmbH) und Ortwin Ertl (CEO Annikki GmbH)

 

Copyright: BIOTECH AUSTRIA

 

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:  

BIOTECH AUSTRIA
Peter Llewellyn-Davies
Vortstandsvorsitzender
E-Mail: info@biotechaustria.org

Media Relations
Brandenstein Communications
+43 1 319 4101 11
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