So tickt die Reinigungsbranche – Starkes Wachstum, hoher Preisdruck, Ausbildung als Basis für professionelle Reinigung

| 03.05.2017

(Wien, 03.05.2017) Die Gebäudereinigung führt in Österreich oft ein Mauerblümchendasein und wird von branchenfremden Personen kaum wahrgenommen. Und dass obwohl diese Branche stärker als andere Wirtschaftszweige wächst und auch sonst viele interessante Facetten zu bieten hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegeben wurde. Damit die Professionalität der Branche weiter zunimmt und somit auch die Reputation steigt, werden zahlreiche Initiativen in der Aus- und Weiterbildung ergriffen. Zum Beispiel in der Gebäudereinigungsakademie oder von Attensam, dem heimischen Marktführer in der umfassenden Betreuung von Wohnimmobilien.

Für die Studie „Gebäudereinigung in Österreich 2016“ der KMU Forschung Austria wurden österreichweit Reinigungsunternehmen befragt. Die Ergebnisse zeigen die vielfältigen Facetten der Branche: So ist die Gebäudereinigung zwischen 2008 und 2014 hinsichtlich Beschäftigter um 20 Prozent und hinsichtlich Umsatzerlösen sogar um 48 Prozent gewachsen – und damit deutlich stärker als die durchschnittliche marktorientierte Wirtschaft (Beschäftigte: + 4 Prozent, Umsatz: + 5 Prozent). Im Vergleich mit dieser ist die Reinigungsbranche auch wesentlich größer strukturiert: 57 Prozent der Umsätze werden von Unternehmen über 250 Mitarbeitenden erzielt, die nur 2 Prozent der Betriebe ausmachen. Insgesamt beschäftigt die Reinigungsbranche 53.000 Personen in rund 9.700 Betrieben, davon über 7.800 in der Haubetreuung und mehr als 1.800 in der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereinigung. Bei Attensam alleine arbeiten fast 1.100 Männer und Frauen.

Frauen, Teilzeit, Migrationshintergrund

Was hinsichtlich der Mitarbeitenden in der Branche besonders auffällt: Frauen stellen mit 71 Prozent den Löwenanteil (marktorientierte Wirtschaft: 40 Prozent). Die Teilzeitquote liegt bei 61 Prozent, in der marktorientierten Wirtschaft macht sie nur ein Viertel aus. 62 Prozent der Beschäftigten haben Migrationshintergrund und damit fast dreimal so viel wie in der marktorientierten Wirtschaft (21 Prozent). Attensam liegt mit 47 Prozent Frauenanteil, 38 Prozent Teilzeit-Beschäftigten und 55 Prozent Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund hier unter dem Branchenschnitt, was vor allem auf das breitgefächerte Portfolio – von Reinigung über Winterdienst bis hin zur Haustechnik & Wartung, um nur einige zu nennen – zurückzuführen ist.

Geringe Sichtbarkeit, schwierige Arbeitskräftesuche

Die geringe Sichtbarkeit der Branche wird von vielen Unternehmen beklagt, denn Reinigung sollte vor allem in der Durchführung unsichtbar bleiben. Das hat aber Auswirkungen auf die Attraktivität als Arbeitgeber und den Markt, wenn Kunden für diese unsichtbaren Dienstleistungen kein Geld ausgeben wollen.

Deshalb gestaltet sich die Arbeitskräftesuche oft schwierig, laut den befragten Unternehmen sind die Hürden oft die geringe Differenz zu staatlichen Transferleistungen, gefolgt von fehlenden Sprach- oder Fachkenntnissen, aber auch das Branchenimage. Auch die Fluktuation, die im Branchenschnitt bei 12,5 Prozent liegt, ist eine Herausforderung, mit der Reinigungsunternehmen zu kämpfen haben; mit der Größe der Unternehmen nimmt auch gleichzeitig die Fluktuation zu – in Betrieben mit mehr als 250 Mitarbeitern liegt diese sogar bei fast 24 Prozent, bei Attensam bei knapp 16 Prozent.

Hoher Wettbewerb, niedrige Stundensätze

Da die Reinigungsbranche sehr personalintensiv ist, werden durchschnittlich 70 Prozent für Personalkosten aufgewendet. Dazu kommen auch bürokratische Hürden wie starre Arbeitszeitregelungen oder hohe „Kopfsteuern“ und Abgaben. Durch die große Unternehmensanzahl ist der Wettbewerb sehr hoch, viele Unternehmen können dem nicht standhalten: So musste 2014 fast jeder vierte Reinigungsbetrieb schließen, während die Neugründungsquote nicht einmal 15 Prozent betrug.

In weiterer Folge bedeutet das oft einen hohen Preisdruck und geringe Margen – unter anderem durch das Bestbieter-Prinzip in Ausschreibungen, das oft als „Billigstbieter first“ interpretiert wird. Das manifestiert sich auch im Stundensatz für Reinigungsleistungen, der durchschnittlich bei 16 bis 20 Euro liegt. „Damit ein Unternehmen aber kostendeckend in der Reinigung arbeiten kann, muss der Stundensatz in der Büroreinigung mindestens bei 20 Euro liegen, in der Wohnimmobilien- und Sonderreinigung natürlich höher. Denn neben den hohen Personalkosten ist es ebenso wichtig, in die Ausbildung der Mitarbeitenden zu investieren, um die Professionalisierung weiter voranzutreiben. Das ist auch ein Hebel, um das Branchenimage zu stärken und zu zeigen, dass Reinigung nicht nur Putzen bedeutet“, kommentiert KommR Gerhard Komarek, Landesinnungsmeister Wien und Bundesberufszweigobmann der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger.

Professionelle Reinigung will gelernt sein

In Schulungsmaßnahmen investieren derzeit nur 37 Prozent der befragten Unternehmen. Jene, die auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden setzen, machen dies fast ausschließlich in Form von Fachkursen, mehr als ein Drittel auch in Sprachkurse.

Europas modernstes Ausbildungszentrum für Gebäudereinigung befindet sich in Wien-Liesing: Die Gebäudereinigungsakademie der Wiener Gebäudereiniger bietet Basis- und Meisterkurse an, um Branchenmitarbeitenden profunde Kenntnisse für die professionelle Reinigung zu vermitteln. Neben Chemie, Physik, Anwendungstechnik, Hygiene und Desinfektion, stehen auch Reinigungsmittel- und Maschinenkunde auf dem Lehrplan. Ebenso weiterführende Kurse zu Schneeräumung, Grünflächenbetreuung, Hausbetreuung und Schädlingsbekämpfung. Auf mehr als 1.600 Quadratmetern befinden sich verschiedenste Musterflächen und Räumlichkeiten wie U-Bahngarnitur, Operationssaal, Hotel-, Kranken- oder Klassenzimmer. 2016 haben mehr als 1.000 Personen Kurse in der Gebäudereinigungsakademie besucht, darunter auch einige Führungskräfte von Attensam.

Aus- und Weiterbildung bei Attensam

Als heimischer Marktführer in der umfassenden Betreuung von Wohnimmobilien hat Attensam für seine Mitarbeitenden die „Attensam Akademie“ ins Leben gerufen, um fachliche und soziale Kompetenzen zu vermitteln. Im Basiskurs für Reinigungskräfte werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nötige Fachkenntnisse zu Reinigungschemie, Desinfektionsmitteln, Sicherheit, Oberflächenkunde, Reinigungsverfahren, Geräten und Maschinen nähergebracht. Daneben gibt es noch die „5-Sterne-Schulung“ für die Kommunikation und Interaktion mit Bewohnern von betreuten Häusern. Dies soll vor allem das Selbstwertgefühl steigern, um den Kontakt mit den Menschen vor Ort zu intensivieren. Deutschkurse für Mitarbeitende mit Migrationshintergrund runden das Schulungsangebot bei Attensam ab. Wichtige Themen wie Sicherheit und Gesundheit werden in einer Reihe von Workshops, Schulungen und Vorträge behandelt.

Externe Schulungen wie beispielsweise Lehrabschluss- oder Meisterprüfungen werden von Attensam ebenso unterstützt. Auch individuelle Förder- oder Entwicklungsprogrammen wie Coachings werden von Attensam angeboten. 420 Attensam-Mitarbeitenden wurden im Geschäftsjahr 2015/2016 Weiterbildungsmaßnahmen ermöglicht, davon nahmen 120 an externen Kursen teil und 300 besuchten interne Schulungen. Dies Kosten dafür beliefen sich insgesamt auf 250.000 Euro.

„Unsere Mitarbeitenden sind wichtige Unternehmensbotschafter für Attensam.  Deshalb legen wir als Familienunternehmen großen Wert darauf, dass unsere Kunden professionelle und optimale Betreuung erhalten. Diese können wir nur durch optimal ausgebildete Mitarbeitende garantieren, deshalb investieren wir gerne in die Aus- und Weiterbildung“, betont Ing. Oliver Attensam, Geschäftsführer Attensam Unternehmensgruppe.

 

Über Attensam

Attensam bietet seit 1980 professionelle ganzheitliche Hausbetreuung, von der Hausreinigung über die Haustechnik & Wartung bis hin zum Winterservice und der Grünflächenbetreuung. Das breite Leistungsspektrum des österreichischen Marktführers umfasst weiters die Bürobetreuung, die Schädlingsbekämpfung und Sonderreinigungen. Das Unternehmen ist in den Bereichen ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 zertifiziert und wurde 2016 als Bester Arbeitgeber Österreichs mit über 500 Mitarbeitern ausgezeichnet. Zu den Kunden von Attensam zählen neben Hausverwaltungen auch private wie geschäftliche Haus- und Liegenschaftseigentümer, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Attensam verfügt österreichweit über 21 Standorte. www.attensam.at

 

Rückfragen und Informationen:

 

Kontakt Unternehmen:

Denis Marinitsch, MAS MBA

Hausbetreuung Attensam GmbH

T: +43 5 7999 1919, M: +43 676 8206 8919

e-mail: presse@attensam.at
www.attensam.at

 

Kontakt Agentur:

Christina Brandenstein

Brandenstein Communications

T: +43 1 319 41 01-16

e-mail: christina@brandensteincom.at

www.brandensteincom.at

 

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Foto 1: Ing. Oliver Attensam, Geschäftsführer Attensam Unternehmensgruppe

Foto 2: (v.l.n.r.): Ing. Oliver Attensam, Geschäftsführer Attensam Unternehmensgruppe und KommR Gerhard Komarek, Landesinnungsmeister Wien und Bundesberufszweigobmann der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger

Foto 3: (v.l.n.r.): KommR Gerhard Komarek, Landesinnungsmeister Wien und Bundesberufszweigobmann der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger und Ing. Oliver Attensam, Geschäftsführer Attensam Unternehmensgruppe

Foto 4: (v.l.n.r.): KommR Gerhard Komarek, Landesinnungsmeister Wien und Bundesberufszweigobmann der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger und Ing. Oliver Attensam, Geschäftsführer Attensam Unternehmensgruppe

Foto 5: (v.l.n.r.): Ing. Oliver Attensam, Geschäftsführer Attensam Unternehmensgruppe und KommR Gerhard Komarek, Landesinnungsmeister Wien und Bundesberufszweigobmann der Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger

Fotocredits: Attensam

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