Storytelling – warum wir Geschichten so lieben

| 18.07.2019

Das Storytelling ist so alt wie die Menschheit selbst. Bereits vor tausenden von Jahren erzählten sich Menschen Geschichten, um ihre Erfahrungen weiterzugeben. Geschichten halfen der Menschheit dabei, zu überleben, sich weiterzuentwickeln und die Welt besser zu verstehen. Man vermittelte Inhalte und Informationen, wo beispielsweise Gefahr lauert, wie man am besten Fische fängt oder Feuer macht. Ganz brachial und simpel und doch so essenziell.

Die Stories entwickelten sich im Laufe der Jahre weiter und wurden immer raffinierter. Wenn wir uns an unsere Kindheit zurückerinnern, dominierten vor allem die Geschichten der Gebrüder Grimm unsere Einschlafrituale. Diese große Geschichtensammlung wurde aus Volksgeschichten zusammengetragen und für Kinder umgeschrieben. Narrative, sinnstiftende Erzählungen sozusagen, die zum Beispiel folgende Inhalte vermitteln: Sei immer artig, nimm nichts von Fremden an – nicht einmal einen Apfel von einer netten alten Dame (Schneewittchen weiß warum).

Storytelling

Angekommen im 21. Jahrhundert wird hat sich das Geschichtenerzählen einen neuen Namen zugelegt und neue Sphären erschlossen: Storytelling ist eine Methode, um Informationen zu vermitteln. Vor allem in den Bereichen Marketing, PR und Werbung ist sie heutzutage nicht mehr wegzudenken.

 

Aber was genau ist eine Story?

 

Die Kurzformel dafür lautet: Story = Protagonist + Komplikation + Auflösung

Kurz gesagt bedeutet das, dass jede gute Story einen Protagonisten, Helden oder ein Produkt benötigt, mit dem sich der Zuhörer identifizieren kann.

Natürlich muss auch ein Ziel definiert werden, das erreicht werden soll und klar sein, warum ich genau diese eine Geschichte erzähle. Beispielsweise sind ein Konflikt oder eine Zwangslage im Storytellling oft zu finden. Der Protagonist wird jedenfalls an seiner Zielerreichung durch diverse Umstände gehindert, es kann durch den Auftritt einer weiteren Person oder äußere Umstände sein. Für eine gute Story ist aber auch der Aufbau der richtigen Dramaturgie erforderlich: Ausgangssituation, Komplikation und Auflösung.

 

Die magischen 7 Geschichten

 

Laut dem britischen Journalisten Christopher Booker gibt es genau sieben Muster für einen dramaturgischen Aufbau, den sich unser Gehirn gut merkt. Alle Stories, die erzählt werden, beruhen darauf.

Die sieben Basic Plots fürs Storytelling, die jeder kennen sollte:

  1. Das Monster überwinden
  2. Vom Tellerwäscher zum Millionär
  3. Die Suche
  4. Reise und Rückkehr
  5. Komödie
  6. Tragödie
  7. Wiedergeburt

 

Beispiele und Handlungsstränge dieser Muster finden Sie zum Download hier: Storytelling: die magischen 7 Geschichten

 

Was bedeutet das für Unternehmen?

 

Storytelling wird vor allem im B2B-Bereich immer relevanter, denn wer gute Geschichten erzählen kann statt reine Argumente und Fakten aneinander zu reihen, der kann überzeugen. Unternehmen können Geschichten strategisch dazu einsetzten, Traditionen, Werte und die Unternehmenskultur nach außen zu vermitteln – oder auch Produkte mit einer spannenden Geschichte aufzuladen. Vor allem im Content Marketing ist Storytelling ein wesentliches Tool geworden, um mit Kunden zu kommunizieren und Nähe aufzubauen.

Und wann schreibt ihr eure nächste Geschichte? Inspirationsquellen findet ihr sicherlich genug 😊

 

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